Walden School

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Die Walden School wurde 1914 (ursprünglich unter dem Namen Children's School) gegründet. Margaret Naumburg leitete die Schule bis ins Jahr 1920, als sie die Schule verließ. Im gleichen Jahr kam aber ihre Schwester, Florence Cane, als Kunstlehrerin an die Schule. Beide vertraten ähnliche Ansichten, wobei Florence Cane mehr kunstorientiert arbeitete und Margaret Naumburg eher psychologisch und psychoanalytisch, und die Kunst mehr zu diagnostischen Zwecken einsetzte. (Vgl. [3] S. 114)

In der Schule wurden stärker als bei Caroline Pratt die kunsterzieherischen Aktivitäten gepflegt: Malen und dramatisches Spiel standen im Mittelpunkt. Durch diese Aktivitäten sollte das Kind zu einem vertieften Verständnis seiner selbst und der Welt geführt werden.

Die emotionale Entwicklung der Kinder, die durch die Ermutigung zum spontanen kreativen Selbstausdruck und selbstmotivierten Lernen gefördert wird, sollte immer Vorrang haben vor dem traditionellen Lehren und Lernen nach einem standardisierten Curriculum. (Vgl. [8] S. 13) Die Betonung des Spontanen und Kreativen zeigt sich auch darin, dass die Kinder darin unterstützt wurden, ihre Gefühle zu malen; sie wurden ermutigt, das zu malen, wozu sie sich in diesem Moment "gezwungen" fühlten. (Vgl. [15] S. 13) Den Kindern wurde somit eine weitgehend individuelle Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt erlaubt, so dass auch der Gedanke der selbsttätigen Erziehung, der eine wichtige Facette der Walden School darstellt, unterstützt wurde.

Durch ihre psychoanalytische Ausbidlung wurden natürlich die Erziehungsmethoden von Margaret Naumburg beeinflusst, und sie ermutigte sogar alle Lehrer der Walden School, selbst einen Psychoanalytiker zu besuchen. Ihre Lehrer stellte sie auch nicht nach den damals üblichen Kriterien ein, sondern prüfte sie nach eigenen Kriterien. So kam es, dass viele ihrer Angestellten keine pädagogische oder erzieherische Ausbildung vorweisen konnten. (Vgl. [3] S. 114)