Dalton School

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In der Dalton School versuchte sie, den Kindern ein Lernen im individuellen Rhythmus zu ermöglichen, d.h. die Kinder sollten sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln. Dabei war ihr Ziel, durch individuelle Arbeitsanweisungen den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten jedes Schülers gerecht zu werden, ihm Unabhängigkeit und Abhängigkeit nahezubringen, und seine sozialen Fähigkeiten und die Verantwortung anderen gegenüber zu fördern. Dabei war Parkhurst gefordert, eine Balance zu finden zwischen den Talenten des einzelnen Kindes und den Bedürfnissen der wachsenden amerikanischen Gesellschaft. (Vgl. z.B. [11] S. 101 oder [B])

Zum Dalton Plan:
Sie entwickelte einen Drei-Punkte-Plan, der den strukturellen Unterbau der Dalton-Erziehung bildete: the House, the Assignment und the Laboratory:( Vgl. z.B.[B], [10] S. 93 oder [15] S. 175)

Dem Dalton-Plan lagen außerdem zwei Prinzipien zugrunde: "freedom and cooperation" (Freiheit und Interaktion/Kooperation).

Ein weiteres Charakteristikum der von Parkhurst entwickelten Methode baut auf die Verantwortung. Die Kinder übernehmen Verantwortung für ihre Lerntätigkeit und ihren Lernerfolg; sie sind selbst für ihre Arbeit und den Fortschritt verantwortlich (nicht mehr die Lehrperson); durch die Monatspläne, die Wahlmöglichkeit und die Selbsttätigkeit erfahren die Schüler, dass das Lernen ihre Aufgabe ist, nicht die der Lehrperson. (Vgl. z.B. [15] S. 174 oder [B])

Die endgültige Version des Dalton Plans entwickelte Parkhurst, nachdem sie mit Maria Montessori zusammengearbeitet hatte. Dieser Plan erlangte internationale Beachtung und wird auch heute noch weltweit (z.B. in Holland, in Österreich, in Chile, in Japan) praktiziert, fand aber in seinem Ursprungsland - ähnlich wie die Montessori-Methode in Italien - keine außergewöhnliche Beachtung. (Vgl. [7] S. 32 und [B])

Zur Dalton School:

1919 gründete Helen Parkhurst die "Children's University School" in New York City. 1920 änderte sie den Schulnamen in "Dalton School" und benannte im gleichen Zug den von ihr enwickelten "Laboratory Plan" der Einheitlichkeit halber in "Dalton Plan" um. Erstmals führte sie den Dalton Plan jedoch schon 1916, an der Dalton High School in Dal-ton/Massachusetts, ein und hat ihn dort auch weiterentwickelt.

Im Jahre 1929 wurde die Dalton School um eine High School erweitert.

In der Dalton School gibt es sowohl noch Klassen als auch einen Lehrplan, jedoch unterscheidet sich der Unterricht durch den Einsatz des Dalton Plans grundlegend von einem konventionellen Unterricht. Auch war es für Parkhurst keine Frage, in ihrer Schule eine koedukative Erziehung zu praktizieren, da das Leben - in der Regel - auch nicht getrenntgeschlechtlich abläuft. (Vgl. [11] S. 106 und [B])

Außerdem waren in der Schule alle Kinder (egal welcher Herkunft, egal aus welchen Verhältnissen, etc.) willkommen. Heute sind die Schulgebühren mit bis zu $ 17.000,00 pro Jahr (Vgl. [15] S. 171) jedoch so hoch, dass die Dalton School überwiegend von Kindern wohlhabenderer Familien besucht wird. Dennoch wird auch heute noch nach den Ideen von Parkhurst an der Dalton School gelehrt.

Den Tagesablauf an der Dalton School kann man sich dabei folgendermaßen vorstellen (Vgl. [7] S. 91f):